Buckelgräber am Galgenberg

Nördlich des Galgenbergs erstreckte sich ein großes Gräberfeld aus kleinen Grabhügeln, sogenannten Buckelgräbern. 1969 waren ca. 240 Gräber vorhanden, heute sind noch 54 von ihnen erhalten. Ursprünglich müssen es hunderte gewesen sein. Sie stammen aus dem 3. bis 5. Jahrhundert nach Christus und zeigen, dass damals im Bereich der heutigen Stadt Bad Bevensen bereits eine Ansiedlung bestand.


1969/70 wurden 184 Buckelgräber ausgegraben, weil sie einem Neubaugebiet weichen mussten. Dabei zeigte es sich, dass viele Grabhügel von einem kreisförmigen Graben umgeben waren, der stets im Südsüdwesten eine Öffnung aufwies. In der Mitte der Hügel stand in den Untergrund eingetieft eine Urne.
Form und Verzierung der Tongefäße wie auch die Grabbeigaben - meistens aus Knochen bestehende Kämme - ermöglichten die zeitliche Einordnung des Gräberfeldes. Die gebrannten Skelettreste erlauben Rückschlüsse auf Geschlecht, Lebensalter und Krankheiten. Die mittlere Lebenserwartung dürfte 30 Jahre nicht überschritten haben.



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