Opferstein von Melzingen

Was ist das Besondere an diesem Findling?
Inmitten der ehemaligen Melzinger Heide liegt ein großer Findling aus Granit, der im Volksmund „Opferstein“ genannt wird. Über das eine Ende des Steines verläuft eine tiefe künstliche Rille. Der Findling liegt in einer kleinen Senke von etwa 20m mal 30m Durchmesser, die von Menschen ausgehoben wurde. Um diese Senke verlief ehemals ein flacher Wall, der rekonstruiert ist.

Was hat man gefunden?
Die archäologischen Funde gehören verschiedenen Epochen an. Besonders interessant sind zwei Beile und eine Axt, die belegen, dass der Opferstein in der Zeit von 2500-600 v. Chr. aufgesucht wurde.

Warum wird dieser Findling „Opferstein“ genannt?
Der Begriff „Opferstein“ stammt aus der mündlichen Überlieferung und ist jungen Ursprungs. Welche Bedeutung der Findling in der Vorgeschichte hatte, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Naturwissenschaftliche Untersuchungen (Phosphatanalyse) haben gezeigt, dass an dieser Stelle sehr viel organische Substanz in den Boden gelangt ist, dass es sich dabei um Opfergaben gehandelt hat, kann nur vermutet werden.



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